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CSI: Nudelgang

Ein dumpfer Knall, ein rotes Spritzen – Sekunden später liegt das Opfer am Boden: Ein Glas fertige Tomatensauce, kaltblütig zerschellt. Spurensicherung? Überflüssig, die Beweise liegen überall verteilt. Spritzer bis in die dritte Fliesenreihe im Chipsgang, die Glasscherben liegen wie Tatwerkzeuge vor dem Regal verstreut.

Zeugen, die anonym bleiben möchten, berichten von einem kurzen Rutschen, dann Stille – bis auf das leise Ploppen der letzten Blasen im Saucensee. Das Motiv? Hinterhältige Schwerkraft. Der Täter? Unbekannt.

Der Tatort wird wird weiträumig abgesperrt, die Kundschaft gafft neugierig aus einiger Entfernung, und der wildgewordene Mopp rollt samt Wischeimer an. Fall abgeschlossen – bis zum nächsten Drama im Alkoholgang. Dann heißt es CSI: Schnaps!


Andere Länder, andere Läden – 005

Schöne Idee in einem Asia-Shop in Rotterdam: Auf den Regaletiketten ist nicht nur zu lesen, um welches Produkt es sich handelt, sondern das Produkt ist auf dem Etikett auch abgebildet. Die abgebildeten Etiketten hier auf dem Foto waren nicht die seltene Ausnahme, sondern das mit den Bildern war Standard in dem Laden. Finde ich gut, da kommt dann sogar die unerfahrenste Aushilfskraft mit klar.

… und dann hat man im Regal plötzlich 40 Etiketten mit "Maggi Fix" auf einem Haufen, die auf dem kleinen Bild alle absolut gleich aussehen, höhöhö. :-P


0,06 €

Die BGHW (Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik) hat aus welchen Gründen auch immer den Beitrag von 2024 neu berechnet und mir einen berichtigten Beitragsbescheid für das Jahr zukommen lassen. Es hat sich ein Differenzbetrag in Höhe von sage und schreibe sechs Cent zu meinen Lasten ergeben.

Immerhin muss ich die unerwartet entstandenen Schulden nicht unverzüglich begleichen. "Diesen Betrag bitten wir zusammen mit dem nächsten Beitrag zu überweisen", heißt es in dem Schreiben.

Das ist eine schöne Lösung, finde ich. Buchhalterisch absolut korrekt, aber bürokratisch durchaus pragmatisch gelöst. Jetzt muss ich nur irgendwie daran denken, beim nächsten Beitragsbescheid die sechs Cent mit draufzuschlagen. Aber vielleicht weist die BGHW das auch von alleine mit aus, wäre praktisch. Ansonsten kommt dann irgendwann vermutlich eine ganz wenig pragmatische und absolut bürokratische erste Mahnung.

Unoriginelle Spammer

Neuerdings schaffen es immer wieder E-Mails durch den Google-Spamfilter. Allen ist gemein, dass sie einen sehr "technischen" Eindruck machen und davor warnen, dass der Speicherstand kritisch ist und Datenverluste drohen. Klickt man auf einen der Buttons, bieten sich einem mannigfaltige Möglichkeiten von Preisgabe irgendwelcher Zugangsdaten (z. B. Facebook) bis hin zu Schadsoftware.

Alle diese Spam-Mails haben ebenfalls die erstaunliche Gemeinsamkeit, dass sie erst einmal überhaupt nicht so tun, als würden sie von einem bestimmten Absender wie Cloud-Diensten oder Social-Media-Plattformen stammen. Sie sind ganz allgemein gehalten und warnen vor einem möglichen Datenverlust. Wo und warum, steht da nicht. "Sie werden Ihre Daten verlieren!" - "Warum?" – "Sagen wir nicht." – "Aber bei welchem Anbieter denn?" – "Das müssen Sie selber herausfinden." – "Und was geschieht dann?" – "Schon bald werden Sie es erfahren, geben Sie nur ihre Zugangsdaten ein."

Man kommt sich vor wie Josef K., der in Franz Kafkas Roman überhaupt keine Ahnung hat, warum ihm der Prozess gemacht wird. Ein schräges Buch. :-)








Der eine Energydrink ab 16

Ines fiel vor ein paar Tagen auf, dass eine Sorte der Monster-Energydrinks bei uns in der Kasse mit einer Altersabfrage (ab 16) hinterlegt war. Es handelte sich nur um diese eine Sorte, alle anderen hier aus unserem umfangreichen Sortiment sind ohne Altersbeschränkung im System hinterlegt.

Wir versuchten natürlich zunächst, selber herauszufinden, was die Ursache dafür sein könnte. Aber auch dieses Getränk ist nicht alkoholhaltig und auch die anderen Zutaten unterscheiden sich nicht nennenswert von den anderen Monster-Sorten. Im positiven Gegenteil sogar fast, in diesem hier ist noch Tee enthalten und nicht nur Chemieplörre. Da wir zu keinem Ergebnis kamen, kontaktierte ich unsere Großhandlung.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Artikel war falsch gepflegt, auch dieses monströse Gesöff darf ohne eine Altersbeschränkung abgegeben werden.

Andere Länder, andere Läden – 004

Tiefkühlspinat, mit und ohne Blubb oder bevorzugt (von uns privat) auch als Blattspinat, kennt vermutlich jeder. Wie alle Gemüse gibt es auch Spinat in Konservengläsern, doch ich muss zugeben, dass ich ein derartiges Produkt in meiner gesamten Laufbahn im LEH noch nicht einmal in den Händen gehalten habe. Weder in dem Betrieb, in dem ich einst gelernt habe, noch auf den Stationen danach – und auch nicht in den vergangenen knapp 26 Jahren hier im eigenen Laden. Spinat in Gläsern? Ein sagenumwobener Mythos, über den man höchsten hinter vorgehaltener Hand spricht.

Und in Frankreich? Gleich zwei Sorten der Carrefour-Eigenmarke nebeneinander im Regal. Einmal mit Rahm und einmal ohne. Leider kann ich die Frage nach der Auswahl an Tiefkühlspinat in dem Geschäft nicht beantworten …


Kakao-Kekse

Wir haben heute einen Karton mit den neuen "Nesquick Kakao-Keksen" geliefert bekommen. Noch während er im Lager stand, leerte sich der Karton zusehends. Verschiedene Kolleginnen und Kollegen haben gleich einige der Tüten für sich selber gebunkert.

Ich habe zwischendurch noch mit mir selbst eine Wette abgeschlossen, ob der Karton tatsächlich noch im Laufe des Tages leer und die Ware verkauft wird, bevor sie überhaupt den Weg ins Regal finden konnte, aber den Gefallen haben mir die lieben Mitarbeiter dann doch nicht getan. Zum Glück hielt sich der Wetteinsatz in Grenzen. ;-)


Lustige Strichcodes – 788

Fundstück von Ines auf den Protein-Wraps (Weizen-Tortillas) unserer Eigenmarke: Ein gefüllter Wrap mit Paprika und Tomate.

Wenn man sie mal im wahren Leben auch so prall füllen und dann schön wickeln könnte, ohne dass sie irgendwo aufreißen. :-P


Gesicherter Limoncello

Etwas doof geguckt hatte ich ja zugegebenermaßen schon, als ich die mit unseren Flaschenzippeln gesicherten Limoncello-Flaschen hier im Regal entdeckt habe. Ich kann mich nicht erinnern, dass davon schon jemals (auch ohne Sicherung) eine geklaut wurde und beim Preis von 2,79 ist das nun auch weder der Stoff, den sich Alkoholiker für den Eigenbedarf einsacken, noch das Zeug, dass zum Weiterverkauf entwendet wird.

Warum die gesichert sind? Das kann nur die berühmte Macht der Gewohnheit gewesen sein. Karton auf, Sicherungen dran, fertig. Notwendig ist es bei uns bei eigenmarken-Käse und Milka-Schokolade, aber bei diesen Flaschen hätte ich nun keine Bauchschmerzen, sie ohne jegliche Sicherung hier im Laden anzubieten. :-)