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KüTü statt HaTü

Seit ein paar Jahren bekomme ich über die Abo-Funktion von Amazon regelmäßig die Handtuchrollen für unsere Einweghandtuchspender in die Firma geliefert. Die Menge ist inzwischen ganz gut eingepegelt und so kommen wir Monat für Monat immer ganz gut hin. Eigentlich versuche ich ja immer, Amazon zu vermeiden, aber diese Abofunktion ist ungemein praktisch.

Die beiden Pakete mit den Papierrollen werden unterschiedlich geliefert, manchmal stecken sie in einem großen Karton, oftmals werden sie aber in zwei kleineren Kartons geliefert, teilweise sogar an unterschiedlichen Tagen.

Bei dieser Lieferung gab es das eine Paket bereits ein paar Tage zuvor. Einen Tag nachdem ich die Versandbestätigung für das zweite Paket erhalten hatte, kam eine Kollegin zu mir ins Büro und berichtete, dass "da eben ein sehr großes Paket von Amazon gekommen ist".

"Was heißt 'sehr groß' bei dir? Du meins etwas größer als die Pakete mit unseren Papierhandtüchern?", wollte ich wissen.

"Nein, sehr, sehr groß", erwiderte die Kollegin.

WTF?! Ich sprang auf und sah selber nach. Da stand ein ungewöhnlich großer Karton im Lager, in den die Handtuchrollen locker zweimal reingepasst hätten. Ich rätselte, was da drin sein könnte, dann eigentlich hatte ich nichts bei Amazon bestellt. Siehe oben.

Da hatte sich wohl beim Kommissionieren unserer Ware irgendjemand vertan. Statt der 12 Rollen mit Papierhandtüchern gab es insgesamt 36 Rollen parfümierte Küchentücher, abgepackt in sechs Sechserpacks, die zu einer großen Umverpackung in Folie eingeschweißt waren.

Wegen der paar Rollen machen wir jetzt keinen Aufriss und schicken die auch nicht zurück. Sind zwar keine Artikel, die wir bei uns im Laden als Handelsware verkaufen können, aber die werden schon ihre Verwendung finden. Parfümierte Küchenrollen?! Was es alles gibt …

Nachtrag: Es sind gar keine Küchenrollen, sondern es handelt sich um Toilettenpapier. So eingepackt hatte ich die Rollen tatsächlich für Küchentücher gehalten, aber zu Hause haben sie sich dann als profanes Klopapier entpuppt. Da hat das mit dem Duft auch sehr viel mehr Sinn ...


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Kommentare

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eigentlichegal am :

Ich finde parfümiertes Gedöns eh schon eklig, aber Küchenrollen?
Die Küche ist ja wohl der letzte Ort wo ich solche künstlichen Gerüche haben will,
...und der Bacon aus der Mikrowelle schmeckt irgendwie blumig

Nobody am :

Brrr… der Bacon lässt mich erschauern…

eigentlichegal am :

Bacon aus der Mikrowelle ist etabliert
https://www.youtube.com/shorts/GUSIOcgHRGw

Klodeckel am :

Mich schaudert's viel mehr, dass Schinken in Deutschland jetzt als "Bacon" bezeichnet und verkauft wird.

Das einzig Gute am :

Das sind aber immer noch zwei unterschiedliche Produkte.

eigentlichegal am :

Als ich vor Jahrzehnten Englisch in der Schule gelernt habe wusste mein Englischlehrer den Unterschied zwischen Speck und Schinken auch nicht.

Das einzig Gute am :

Jo; ich mag mir gar nicht ausmalen, wie sehr die "Küche" mancher Leute miefen muss, damit solche Keulen sogar noch in dem Bereich für notwendig erachtet werden (und erst recht nicht, was da an Hygienemängeln weggetüncht werden soll). Brrr …

eigentlichegal am :

Das wird eher für Leute sein, die die normalen Gerüche beim Kochen nicht ertragen. Wenn Fisch nach Fisch riecht oder Käse nach Käse oder Kohl nach Kohl,
Augen werden wohl nicht weniger brennen wenn es beim Zwiebelschneiden nach Rosen duftet.

Das einzig Gute am :

"Fischgeruch" deutet in aller Regel darauf hin, dass der Fisch entweder schon halb verdorben gekauft, unpassend transportiert und/oder unsachgemäß ge-/überlagert wurde (besonders Seefisch sollte kaum bis nicht "fischig" riechen). Käse, der nach Käse riecht (oder gar schmeckt) – in DE undenkbar, denn da gibt's in der Masse nur Käseimitatsgummi (euphemistisch "mild")! Was zu kochenden Kohl angeht, gibt's eigentlich genügend unparfümierte Hausmittel. Und wessen Augen beim Zwiebelschneiden "brennen", der kann es einfach nicht bzw. nutzt grobschlächtiges Gerät.

Man möge beachten, dass schon "normales" Küpa nicht direkt mit Lebensmitteln in Kontakt kommen sollte (Ablegen, Tupfen, Einwickeln etc.), da letztere damit messbar belastet werden (und noch weniger mit Recycling-Küpa, das dank der Deppen, die z.B. klassische Thermopapierbons/-aufkleber ins Altpapier geben, noch stärker belastet ist).

Micha am :

Was ist denn an mildem Käse so böse und Imitat?

Das einzig Gute am :

Aus "deutscher" Sicht, dass traditionell geschmackvolle Lebensmittel sich aromatisch vornehm zurückzuhalten haben, sicherlich nichts.

Ein paar der ganz wenigen Ausnahmen sind eigentlich nicht öffentlichkeitsfähige Dinge wie stark knoblauchlastige Erzeugnisse und ein Großteil des Massenfastfoods, was aber wiederum wenig mit Aroma im ursprünglichen Sinne zu tun hat ;-)

Micha am :

Deine Antwort hat aber irgendwie nichts mit meiner Frage zu deiner steilen Behauptung zu tun.

Das einzig Gute am :

Du brauchst dir ja nur anzuschauen, welche Sorten in DE massenhaft verkauft werden – fast ungereifter Gouda, Edamer, Butterkäse, Emmentaler & Co und selbst "Camembert" darf im Grunde nur seine Form aufweisen und muss auf Strafe sehr bald verzehrt werden, um bloß kein Aroma zu entwickeln (Sauermilchkäse auch nicht). Für Erika, Kim und Otto darf Käse geschmacklich nicht hervorstechen (was oft mit Tonnen an Aufstrich darunter "ausgeglichen" werden soll), muss aber mit Hilfsmitteln wie Beta-Carotin künstlich gelb erscheinen, weil die Voraussetzungen dank konventionell produzierter Milch nicht mehr gegeben sind. In Summe schon arg "fakig" ;-)

eigentlichegal am :

so viel Unsinn...

Micha am :

Das ist jetzt ganz viel Meinung und Vorurteile und hat mit deiner Aussage argumentativ erstmal garnichts zu tun.

"Käse, der nach Käse riecht (oder gar schmeckt) – in DE undenkbar, denn da gibt's in der Masse nur Käseimitatsgummi (euphemistisch "mild")!"

Diese Aussage ist und bleibt Müll in meinen Augen. Inwiefern sind "fast ungereifter Gouda, Edamer, Butterkäse, Emmentaler & Co und selbst "Camembert"" denn nun Käseimitatsgummi?
Wann ist ein Käse denn "fast ungereift" und wann ist ein richtiger Camembert ohne ""?

Das einzig Gute am :

Ich empfehle, z.B. in FR zu erleben, dass Käse durchaus auch nach viel mehr als der dt. "Gummibelag" schmecken kann. Und das nicht nur als Feinkost, sondern selbst im Alltagsdiscounter. Aber auch weniger käseaffine Länder wie NL beweisen, dass z.B. Gouda auch ordentlich gereift mit intensivem Aroma gedacht werden kann.

Micha am :

Äh, ja und?
Was du hier aufzählst sind deine persönlichen Präferenzen und die Esskultur unserer Nachbarländer, die ich wohl kenne.
Und die scheinbar von der unseren abweicht, wenn hier viel milder "Gummi" nachgefragt wird anstatt aromatischer Käse.

Das ist noch ein Post in dem du drumrum redest, anstatt mal objektiv zu erklären, warum milder Käse schlecht ist.

Das einzig Gute am :

"Das ist noch ein Post in dem du drumrum redest, anstatt mal objektiv zu erklären, warum milder Käse schlecht ist."
Wo habe ich bitte von "schlecht" geredet? Ich drehe deine Frage um: Wozu überhaupt etwas, das nach Käse aussehen, aber bitte nicht danach schmecken soll? Das ist quasi, als würde man während der Tomatensaison gezielt außersaisonale Import-Gewächshaustomaten nehmen (und z.B. mit Rote-Bete-Pulver nachfärben), nur damit die Optik "tomatig" aussieht, das Kunstwerk aber nicht danach schmeckt :-D

Micha am :

"Wo habe ich bitte von "schlecht" geredet? "
Da helfe ich deinem Gedächtnis natürlich gern, das schlecht sind meine Worte, offenbar hast du das hier
"Käseimitatsgummi (euphemistisch "mild")"
aber garnicht "schlecht" gemeint?

"Ich drehe deine Frage um:"
Brauchst du nicht, es würde der Sache mehr dienen wenn du sie schlicht beantworten würdest.
Du könntest einfach ehrlich sein und sagen dass milder Käse nicht dein Geschmack ist, anstatt weiter zu versuchen diesen als unumstößliche Universalwahrheit mit themenfremden Beispielen zu unterfüttern.

Aber gut, manchmal sprechen die fehlenden Worte lauter als das Gesagte.

Micha am :

"Wo habe ich bitte von "schlecht" geredet? "
Da helfe ich deinem Gedächtnis natürlich gern, das schlecht sind meine Worte, offenbar hast du das hier
"Käseimitatsgummi (euphemistisch "mild")"
aber garnicht "schlecht" gemeint?

"Ich drehe deine Frage um:"
Brauchst du nicht, es würde der Sache mehr dienen wenn du sie schlicht beantworten würdest.
Du könntest einfach ehrlich sein und sagen dass milder Käse nicht dein Geschmack ist, anstatt weiter zu versuchen diesen als unumstößliche Universalwahrheit mit themenfremden Beispielen zu unterfüttern.

Aber gut, manchmal sprechen die fehlenden Worte lauter als das Gesagte.

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